Berufsbildende Schulen Jever des Landkreises Friesland
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Meldung vom 05.06.2009
 

Musical der Theater-AG "Reefer Madness - Kifferwahn" - Von der Hölle in der Haschisch-Höhle

BBS-Schüler zeigten mit "Reefers Madness/Kifferwahn" eine starke Leistung /Premiere begeisterte Jever

Begeisterten Beifall für eine starke Leistung gab es am Freitag bei der Premiere des nunmehr dritten BBS-Musicals "Reefers Madness/Kifferwahn" im Zimmertheater im voll besetzten jeverschen Lokschuppen. Unter der Leitung von Oberstudienrätin Eva Koczlarek boten sämtliche der jugendlichen Schauspieler von Fachgymnasium und Berufsfachschulen ein höchst engagiertes Spiel zu einem ernsten Thema vor realem Hintergrund und zeigten dabei auch viel Körpereinsatz. Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts trat in den USA die Nutzpflanze Hanf in den Mittelpunkt des Interesses, wodurch große Kreise der Wirtschaft eine Bedrohung durch diesen viel zu günstigen Rohstoff sahen. Prompt wurde der massiv verunglimpft, und hier tat sich vor allem der Pressemagnat Hearst mit seinen millionenfach verbreiteten Boulevardzeitungen hervor, der eine Nebeneigenschaft des Hanfs als tödliche Bedrohung für das Land propagierte: Man kann daraus auch Marihuana und Haschisch produzieren. Als Gras bezeichnet, verabreichte man das in Haschzigaretten, sogenannten Reefers (der Begriff Joint kam erst Jahrzehnte später auf!), und die prangerte man nun als Verderbnis für die Jugend an. Das Musical zeigt die gefährliche Machart dieses Feldzuges in typisch amerikanischer Übertreibung quasi als Stück im Stück. Als fanatischer Kämpfer gegen diese Gefahr versucht der Erzähler (Anna Hohmann) die Eltern aufzupeitschen und führt ihnen dazu das plakative Beispiel von Jimmy Harper und Mary Lane vor. Musterschüler Jimmy (Arne Janssen) ist total romantisch verliebt in seine Mary (Alina Böckmann). Als er ihr jedoch besonders imponieren will, gerät er an den skrupellosen Drogendealer Jack (York Mittelstädt) und lässt sich zum Genuss von Reefers ein. Auf diesem Wege landet er in der Haschischhöhle von Mae (Christina Battiston), wo ihn die verkommene Schlampe Sally (Wiebke Werner) so aufmischt, dass er ihr und dem Haschisch völlig verfällt. Mary ist entsetzt über seine Persönlichkeitsveränderung, doch selbst ihre Gebete und ein Erweckungserlebnis in der Kirche bringen Jimmy nicht wieder auf den rechten Weg. Stattdessen rutscht er gänzlich ab in die Sucht und ins kriminelle Milieu, und es kommt sogar zu einem teilweise ziemlich herzlosen Chaos, das in ein makaber-blutiges Finale mündet. Während zwischendurch die Propagandahetze immer wieder den Teufel Hanf an die Wand malt, soll hier nicht verraten werden, ob es ein Happy End geben kann. Das Ganze kommt jedenfalls recht deftig und heftig einher, dargebracht mit viel Spielfreude und guter musikalischer Begleitung durch die BBS-Band unter Leitung von Pascal Lieleg, der aber auch auf der Bühne Einlagen zum Beispiel als Jesus liefert. Die Kostüme, Requisiten sowie etliche pfiffige Regieeinfälle verdienen ebenfalls Lob, und wer diese Aufführung verpasst hat, kann sich auf die weiteren freuen, die am heutigen Montag sowie am 15. Juni jeweils um 20 Uhr stattfinden.

vergl. Jeversches Wochenblatt vom 8.6.2009




























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